Eurotreff 2019, Tag 4 (14.09.2019)

Der heutige Tag begann nach der morgendlichen Routine mit dem traditionellen Innenstadtsingen: Alle 19 Chöre brachten bei idealem Wetter zwischen 9:30 und 12:00 die schmucken Fachwerkstraßen zum Klingen. Verteilt auf verschiedene Straßenecken und Plätze, gab es in 20-Minuten-Intervallen an jedem Ort einen anderen Chor zu hören.

Menschenauflauf bei unserem ersten Auftritt in der Innenstadt.
Showtime! Bildrechte: AMJ / Jonathan Loychte

Dieses besondere Event erreichte nicht nur interessierte Konzertbesucher, sondern jeden vorbeikommenden Passanten. Es steht somit für die Zielsetzung des Eurotreffs, nicht nur Begegnungen zwischen den Chören zu ermöglichen, sondern damit auch eine breite Anzahl an Menschen zu erreichen – ein Ziel, dass wir gerne unterstützen! Da wir die einzigen waren, die über einen eigenständigen Männerchor verfügten, stellte unser Chorleiter diesen in den Mittelpunkt unserer Kurzauftritte.

Performance von Herbert Grönemeyers „Männer“ von den Männern während des zweiten Auftritts.

Zwischen unseren Auftritten und vor dem Mittagessen blieb genügend Zeit, um in Patengruppen andere Chöre anzuhören oder einfach nur durch die Stadt zu bummeln. Eine willkommene Abwechslung im sonst recht engen Zeitplan.

Während des Wartens auf das Mittagessen üben unsere Knaben spontan die Performance zu „Männer“ – sie sind eben ihrem Alter voraus!

Nach dem Mittagessen fanden dann verteilt über den ganzen Nachmittag die Generalproben der einzelnen Ateliers für das große Abschlusskonzert am Abend statt.

Vor ihrer Generalprobe üben die Männer noch letzte Textpassagen, die auswendig gesungen werden müssen.

Um 19:30 begann dann der große Höhepunkt dieser fünf Tage: Etwa 650 Sänger in sieben Ateliers präsentierten die Ergebnisse ihrer etwa sieben Stunden Probenarbeit. Dabei loteten die Chöre die Grenzen zwischen Sprache und Musik experimentiell aus. Insbesondere das Kinderchoratelier unter der Leitung von Yoshita Matthias Kinoshita, in dem unsere Knaben mitwirkten, stellte die Frage nach dem Urpsrung von Klang und Sprache.

Warten auf den großen Auftritt…
… und schon geht’s los! Bildrechte: AMJ / Jonathan Loychte

Das Atelier mit unseren Männern, geleitet von Başak Doğan, bildete den Abschluss des Konzerts. Dieses dauerte fast eine Stunde länger als geplant, denn das Publikum sparte nicht am Applaus und die Chöre nicht an Zugaben. So war es schon sehr spät, als wir endlich zurück unserer Turnhalle waren.

„Thunder“ von den Imagine Dragons. Bildrechte: AMJ / Jonathan Loychte
Der letzte Ton des Konzerts – oh yeaaahhh!!! Bildrechte: AMJ / Jonathan Loychte
Als Belohnung gab es Pizza für alle – die aber vorerst warm gehalten musste.

Pizza für alle! Die Knaben tobten sich in der Halle aus. Die älteren Männerstimmen genehmigten sich ein hochverdientes Bierchen, und zwar zusammen mit neu gewonnenen Freunden (und auch Freundinnen) aus Wien, Barcelona und Berlin. Dass am nächsten bzw. dem selben Morgen noch ein Gottesdienst zu singen war, musste einigen nachdrücklich ins Gedächtnis gerufen werden.