Probenfreizeit 2020, Tag 5

Der vorletzte Tag war noch einmal der musikalischen Arbeit gewidmet, denn am nächsten Tag waren keine Proben mehr geplant. Deswegen konnte der Abschlussabend ohne allzu große Rücksicht auf die stimmliche Konstitution am nächsten Morgen gestaltet werden.

Die bisweilen anstrengende Probenarbeit der letzten Tage trug heute Früchte: Der Chor begann wieder wie ein solcher zu klingen und an sein Niveau vor Corona anzuknüpfen! Das ist nicht selbstverständlich: Die neuen Hauptchoristen, die normalerweise in ihren ersten Proben immer einen erfahrenen Mitsänger direkt neben sich haben, der ihnen ihre Stimme in den Noten zeigt und ihre Töne ins Ohr singt, waren wegen des Corona-Abstandes auf sich alleine gestellt. Einige erfahrene Choristen wiederum stellten fest, dass sie nicht so selbstverständlich sauber singen wie vor Corona. Beim Singen ist es wie beim Sport: Ohne Training baut man ab. Noch dazu fanden die Tutti-Proben im Freien, also fast ohne Akustik, statt. Zuletzt hat sich Besetzung der Stimmen massiv verändert, bedingt durch die lange Pause, in der sich viele Stimmen entwickelt haben. Diese Herausforderungen galt es zu meistern. Das gelang dem Chor aber besser als erwartet. Spontan wurde deswegen beschlossen, den Eltern am nächsten Tag einige Stücke vorzusingen, bevor sie ihre Kinder abholen.

Die Probenarbeit auf dieser Freizeit endete am späten Nachmittag mit einer „Generalprobe“ für den morgigen Kurzauftritt. Bevor es aber ans Abschlussgrillen ging, stand noch ein ganz besonderer Punkt auf dem Programm: Schon länger gibt es Überlegungen, für die Knabenstimmen eine neue Konzertklamotte anzuschaffen. Eine Arbeitsgruppe hatte sich Gedanken gemacht, die in zwei Entwürfe gemündet sind. Diese beiden Entwürfe, eine Matrosenjacke angelehnt an die jetzige Kutte sowie ein Jacket, wurden dem Chor in einer kleinen Modenschau vorgestellt und leidenschaftlich diskutiert. Anschließend konnte jeder Chorist für ein Meinungsbild abstimmen und Änderungen vorschlagen. Man darf gespannt sein, welcher Entwurf am Ende das Rennen macht!

Da soll sich mal einer entscheiden!

Der sich anschließende Abschlussabend verging wie im Flug beim Grillen, Kartenspielen, Fußballspiel bis zum Einbruch der Dunkelheit und danach Lagerfeuer mit Stockbrot. Die jüngeren Choristen durften weit länger aufbleiben als sonst, und die Älteren – nun ja.

Anstehen am reichhaltigen Grillbuffet.