Ďakujeme za vašu návštevu!

Danke für euren Besuch! Vom 4.–6. September war der Knabenchor Bratislava bei uns zu Gast.

Nach 11 Stunden Busfahrt direkt aus Bratislava hatten unsere Gäste trotzdem noch die Energie, mit uns am Freitagabend für eine knappe Stunde zusammen zu proben. Wie immer wurde für eine gute Durchmischung der Chöre gesorgt, so das niemand in den Knabenstimmen neben einem Sänger aus dem eigenen Chor saß.

Nach diesem ersten musikalischen Aufeinandertreffen haben wir dann unsere Gäste auf unsere Gastfamilien aufgeteilt. Wir sind stolz und dankbar, dass wir nach dem Knabenchor Pirkanpojat aus Tampere nun schon den zweiten Gastchor in diesem Jahr vollständig in Familien unserer Choristen unterbringen konnten!

Dank der Probe am Freitagabend konnten wir den Samstag entspannt angehen. Erst um 15 Uhr traf sich unser Gastchor zu seiner Stellprobe. Vorher erkundeten unsere Jungs mit ihren Gästen die Innenstadt Götttingens; manche machten auch einen Kurzausflug zur Burg Plesse. Die sprachliche Kommunikation ist vor allem bei den jüngeren Knabenstimmen komplizierter als die musikalische; dank vorhandener Englisch- oder verbreitet sogar Deutschkenntnisse unserer Gäste lief aber alles glatt. Wir und auch unsere Gasteltern haben beobachtet, dass nicht sprachliche Barrieren, sondern vor allem die Smartphones die Kinder teils daran hindern, sich kennenzulernen. Das bestärkt uns in unserer Praxis, dass die jüngeren Sängern bei Konzertreisen und Freizeiten ihre Handys zuhause lassen.

Ab 15 Uhr begann der Anlauf auf das gemeinsame Konzert am Abend mit getrennten und gemeinsamen Stellproben. Um 18 Uhr begann das Konzert dann in einer nahezu vollen Albanikirche! Wir eröffneten das Konzert mit zwei romantischen Motetten, „Jauchzet dem Herrn alle Welt“ (Mendelssohn) und „Wie ein Hirsch lechzet nach frischem Wasser“ (Lewandowski).

Konzertbeginn in St. Albani – Foto: A. Sparenberg

Danach waren unsere Gäste an der Reihe und begeisterten das Publikum mit einem bunten Programm aus klassischer Chormusik u.a. von Haydn, Gounoud und Charpentier, aber auch modernen Werken von Rutter, Jenkins und I. Berlin. Ein Höhepunkt war die „Konzertprobe“, bei der einer der Jungs mit viel Humor den jungen Mozart darstellte, wie er in Abwesenheit des verspäteten Chorleiters eine Knabenchorprobe in Wien leitet. Generell waren wir vom sauberen und intonationssicherem Klang unserer Gäste sehr beeindruckt!

„Konzertprobe“ des jungen Mozart – Foto: A. Sparenberg
Die Männerstimmen performten „Putting on the Ritz“ von I. Berlin – Foto: A. Sparenberg

Den Abschluss bildeten zwei gemeinsame Stücke: Mozarts „Ave, verum corpus“ und Ferdinand Schuberts „Regina Coeli“. Das Publikum konnte den Klang von fast 100 Sängern genießen und belohnte uns mit stehenden Ovationen.

Gemeinsamer Konzertabschluss – Foto: A. Sparenberg

Nach dem Konzert gab es Pizza für alle! Mit gemeinsamen Spielen und Singen ging der Abend zu Ende.

Am letzten Tag dieser Chorbegegnung trafen sich Gäste und Gastgeber am Göttinger Kehr für einen kurzen Spaziergang zum Bismarckturm. Bei perfektem Wetter konnten unsere Gäste die Aussicht auf Göttingen genießen („das eine Stadt so grün sein kann…“). Dann war es schon Zeit, sich zu verabschieden – aber nicht für lange: Nächstes Jahr im Oktober sind wir in Bratislava! Darauf freuen wir uns schon sehr!