Eurotreff 2019, Tag 5 (15.09.2019)

Der letzte Tag begann mit einer logistischen Meisterleistung. Da unsere Turnhalle für den heute stattfindenden Stadtlauf benötigt wird, muss sie bereits um 9:30 geräumt werden. Das bedeutet, dass wir schon um 7:00 aufstehen müssen. Für einige Männerstimmen war dies mit einigem Aufwand verbunden. Dennoch verlief dieser Morgen einigermaßen stressfrei, denn wer feiern kann, kann auch arbeiten! Bereits vor dem Frühstück hatten die meisten Sänger ihr Gepäck fertig zur Abreise.

Bestes Herbstwetter auf dem Weg zum Frühstück, der uns durch das Welfenschloss führt..

Nachdem der Chor gefrühstückt hatte, zog er sich für den Abschlussgottesdienst um. Das Gepäck konnte er dankenswerter Weise in der benachtbarten Schule zwischenlagern. Wie schon letztes Mal wird der Abschlussgottesdienst in der wunderschönen Hauptkirche Wolfenbüttels stattfinden, eine große Ehre!

Auf dem Weg zur Hauptkirche.

In der Kirche angekommen, war ein ausführliches Einsingen notwendig, um dem Chor seine letzten Kraftreserven zu entlocken. Nicht nur die Männer waren übermüdet, auch die Knabenstimmen spürten die vergangenen Tage in allen Knochen. Dennoch schaffte es unser Chorleiter, den Chor mit Lockerungsübungen aufzuwecken.

Einsingen in der Hauptkirche Wolfenbüttels.

Gottesdienste sind eine besondere Art von Auftritt, denn die meiste Zeit über sitzt man als Chorist in der Kirchenbank, und dann gilt es, für jeweils nur ein Stück den Schalter umzulegen und sein Bestes zu geben. Je müder man ist, desto schwerer findet man diesen Schalter. Umso erstaunlicher, dass der Männerchor zu Beginn des Gottesdienstes ein blitzsauberes „Ubi Caritas“ ablieferte. Auch die Knabenstimmen holten alles aus sich heraus, und so gelang es, auch am letzten Tag für die Besucher des Gottesdienstes ein wunderschönes Klangerlebnis zu schaffen. Als Zugabe nach Ende des Gottesdienstes sang der Chor noch Auszüge aus der Bachmotette „Jesu meine Freude“ und zum Abschluss „Loch Lomond“. Der Pfarrer Stefan Lauer lobte den „wachen Chorklang“ – ein Kompliment, dass manchen Sängern nur ein müdes Lächeln entlockte, aber nicht schöner hätte sein können!

Danach ging es zurück zum Umziehen. Pünktlich holte uns der bestellte Bus ab. Auf der Fahrt nach Göttingen begannen viele damit, Schlaf nachzuholen. Andere ließen die vergangenen Tage und Erlebnisse Revue passieren. Einer unserer jüngsten Knabenstimmen bilanziert: „Es war eine tolle Zeit! Aber jetzt freue ich mich auf meine Mama und auf mein Bett.“ Diese Fazit würden wohl viele unterschreiben.

Der Eurotreff ist und bleibt einzigartig für unseren Chor, denn nirgendwo sonst begegnen wir so vielen internationalen Chören so intensiv wie während dieser kurzen fünf Tage. Musikalisch wie menschlich ist der Eurotreff für jeden ein unvergessliches Erlebnis. Es war uns eine große Ehre, dabei gewesen zu sein!