Eurotreff 2019: Tag 1 (11.09.2019)

Um 14:00 machen sich unsere Sänger, drei Betreuerinnen und ein Chorleiter auf den Weg nach Wolfenbüttel. Die Stimmung im Bus? Ausgelassen, schließlich hätten die allermeisten Sänger jetzt und die nächsten zwei Tage eigentlich die Schulbank drücken müssen. Stattdessen beginnt nun ein kleines Abenteuer – auf zum Eurotreff!

Nach der Ankunft in Wolfenbüttel wird die Unterkunft bezogen – eine Turnhalle! Es ist die selbe Turnhalle, in der der Chor auch schon 2017 nächtigte. Fast schon routiniert werden die Bewegungsmelder, die sonst nachts nervtötend das Licht im Flur anschalten, mit Zeitungspapier unschädlich gemacht. Die Straßenschuhe werden wie in Japan in den Eingangsbereich verbannt. Die Halle selbst wird in einen Schlaf- und einen Sportbereich geteilt. Im Schlafbereich sortieren sich die Choristen in ihren Patengruppen: Die älteren Männerstimmen liegen direkt neben ihren jüngeren Patenkindern. Alle breiten ihre mitgebrachten Isomatten und Schlafsäcke aus. Die heiß begehrten Weichbodenmatten der Halle sind rasch belegt, wobei das angewandte Prinzip „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“ nicht geeignet ist, das Verteilungsproblem konfliktfrei zu lösen. Während unsere Betreuerinnen, alle drei Mütter von aktiven Choristen, eine Umkleide wohnlich machen, bezieht der Chorleiter das Schiedsrichterkabuff. Mit Turnkästen werden Sitzecken hergerichtet. Nach einer halben Stunde ähnelt eine Hälfte der Halle eher einem überdimensioniertem Wohnzimmer denn einer Sporthalle. Dafür kann in der anderen Hälfte schon gekickt werden.

Nach einiger Zeit macht sich der Chor auf den Weg zum Abendessen, welches zentral für alle Chöre auf einem Parkplatz nahe der Innenstadt bereitgestellt wird.

Wir werden beinahe alle Wege während der kommenden Tage zu Fuß zurücklegen und müssen so keinen Bus permanent aushalten. Der einzige Weg, der zu lang zum Laufen ist, ist der zur Lindenhalle, wo heute Abend das Eröffnungskonzert stattfindet. Dankenswerter Weise hat der AMJ einen Shuttle organisiert. So endet der erste Abend mit einem Konzert, in welchem sich jeder teilnehmende Chor mit einem Stück vorstellt. Wir präsentieren „Daemin irrepit callidus“ von György Orbán und erhalten einen Vorgeschmack auf die kommenden vielfältigen musikalischen Begegnungen. Nachdem uns der Shuttle wieder zurückgebracht hat, gilt es, schnell zur Ruhe zu kommen. Schließlich ist das Aufstehen für morgen um 7:15 terminiert. Ob die Nachtruhe genauso gut eingehalten wird wie vor zwei Jahren, werden wir morgen wissen.