Konzert im Rahmen der interkulturellen Woche

Am Reformationsfeiertag, 31.10., werden wir ein Konzert im Rahmen der interkulturellen Woche in Heiligenstadt gestalten. Auszüge der Motette „Jesu meine Freude“ von J. S. Bach stehen im Zentrum des Konzerts, flankiert von weiteren Motetten und Psalmvertonungen von der Renaissance bis in die Gegenwart, u.a. von Thomas Tallis, Felix Mendelsohn Bartholdy und Ola Gjeilo. Das Konzert beginnt um 18:00 Uhr (Einlass ab 17:15 Uhr) in der Kirche St. Marien, der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.

Germershausen 2018, Tag 6

Die sechs Tage Probenfreizeit vergehen wie im Flug – vor allem wenn man noch 20 Tage Japan in Erinnerung hat… heute also ist schon der letzte Tag. Der Morgen stand nach dem Frühstück ganz im Zeichen der nahenden Abreise: Betten abziehen, Koffer packen und Zimmer aufräumen ersetzten das gewöhnliche morgendliche Einsingen nach dem Frühstück. Außerdem zog sich der Chor um, wobei der Hauptchor die Kutten bzw. Hemd und Jackett durch die weniger warmen Poloshirts ersetzte.

Dann galt es, die letzten Reserven für das Matineekonzert zu mobilisieren! Um 10:00 sollte das Einsingen in der Bernshäuser Kirche beginnen. Einige Männerstimmen waren aber zu spät aufgestanden oder zu lange mit Packen beschäftigt, weshalb der ganze Chor über zehn Minuten auf sie warten musste, bevor er zur Kirche gehen konnte – ärgerlich, denn der straffe Zeitplan ging nun nicht mehr auf. So probte der Chor bis eine Viertelstunde vor Konzertbeginn noch an letzten Feinheiten, die am Vortag nicht mehr untergebracht werden konnten. Nach der Probe besetzte der Chor direkt seine Plätze in der Kirche und nahm dort noch Wasser zu sich.

Das Konzert begann pünktlich um 11:00 Uhr. Der Hauptchor eröffnete das Konzert mit einer modernen Vertonung des „Kyrie“ von Steve Dobrogosz. Am Klavier wurde er begleitet von Natalia Bachmann, die auch schon auf der Konzertreise nach Japan dabei war und für dieses Konzert sehr kurzfristig zugesagt hatte – vielen Dank dafür!

Der Hauptchor singt – das charakteristische Gelb der Kutten fehlt, weil es für Kutten einfach zu warm ist.

Der anschließend auftretende Vorchor beeindruckte mit einem fünfstimmigen Kanon, der sich wie ein Orchester anhörte, und einem Solisten.

„Die Welt ist groß, das Aug‘ ist klein / Wie geht die Welt ins Aug‘ hinein?“ Vorchorist Marc sang diese Partie beeindruckend sauber.

Danach übernahm wieder der Hauptchor, im Zentrum standen vier Choräle aus der Motette „Jesu meine Freude“ von Johann Sebastian Bach. Klanglich übertraf der Chor die Erwartungen an ein Matineekonzert nach einer sechstägigen Probenfreizeit bei dieser Hitze bei weitem, Chor und Chorleiter waren sehr zufrieden.

Anschließend machten sich Eltern und Choristen zum gemeinsamen Grillfest in der Bildungsstätte auf den Weg. Dort ließ man die Freizeit gemütlich ausklingen. Mit leichter Verspätung machten sich auch die verbliebenen Radfahrer – viele ließen sich spontan von ihren Eltern im Autor mitnehmen – auf den Weg nach Göttingen, wo sie um 17:00 ankamen.  

Was bleibt von dieser Freizeit? Im letzten Jahr hatten wir ein Pitchvideo für unsere Crowdfundingaktion zugunsten der Japanreise gedreht, eine große Herausforderung, etwas Besonderes, was es in diesem Jahr nicht gab. Aber auch in diesem Jahr meisterten wir eine ebenso große Herausforderung: die Hitze. Trotz der Temperaturen in den Probenräumen, trotz wenig Schlaf in heißen Zimmern, trotz der sich automatisch einstellenden Trägheit herrschte eine sehr produktive Probenathmosphäre vor, und auch die Stimmung insgesamt war super! Das Wissen, dazu fähig zu sein, wird uns hoffentlich auch im normalen Probenalltag beflügeln.

Von Till K.

Germershausen 2018, Tag 5

Der heutige Tag begann für die meisten Choristen mit einer kalten Dusche. Nach der schönen Erfrischung ging es sogleich zum Frühstück. An diesem Tag freuten sich schon alle auf den Freibadbesuch in Duderstadt. Doch davor gab es noch einiges zu tun. Während der zweiten Probe an diesem Tag machte sich ein Teil der Mutanten mit Basti auf den Weg zur Kirche im Nachbardorf Bernshausen, um das Klavier zur Kirche zu transportieren. Als sie wiederkamen, standen schon alle bereit, um zur Generalprobe aufzubrechen. Nach einem 20-minütigen Fußmarsch hatte der Chor die Kirche erreicht. Die Generalprobe konnte beginnen. Zwar war die Kirche zur Enttäuschung vieler nicht kühl, im Gegenteil, aber in ihrer Akustik ließ es sich gut singen. 

Generalprobe in der Bernshäuser St. Peter und Paul-Kirche.

Auch der Vorchor probte seinen morgigen Auftritt und durfte danach früher Richtung Bildungsstätte zurückgehen als der Hauptchor, der noch weiter probte. Nach erfolgreicher Beendigung der Generalprobe ging auch der Hauptchor zurück, vor Ort gab es Mittagessen. Als der Hauptchor ankam, war der Vorchor schon mit dem Essen fertig.

Nach dem Essen machten sich alle bereit zur Abfahrt ins Freibad. Die meisten Choristen schnappten sich ihre mitgebrachten Fahrräder oder die geliehenen Fahrräder der Bildungsstätte und fuhren los. Da nicht für alle Choristen Fahrräder vorhanden waren, durften einige auch mit dem Auto fahren. Die etwa 30-minütige Fahrradtour über die flache Feldmark nach Duderstadt war für alle wegen der Hitze anstrengend, aber gut zu meistern. Als der Chor das Bad erreicht hatte, wollten alle nur noch ins Wasser. Die Fahrräder wurden abgestellt, die Badehose schnell angezogen und dann sprangen alle ins kühle Nass. Nach einer ausgiebigen Abkühlung und viel Spaß im Wasser und an Land trat der Chor den Rückweg an.

Nach der Ankunft gab es Abendessen und danach die letzte Tuttiprobe für diesen Tag. Anschließend fand der „bunte Abend“ statt. Max hatte einen kurzen Film über die Japanreise zusammengestellt und präsentierte einen lustigen und professionellen Zusammenschnitt schöner Momente der Konzertreise. Jonas K. und Felix S. hatten ein Potpourri an verschiedensten Gemeinschaftsspielen für den „bunten Abend“ vorbereitet. Zum Abschluss gab es eine Nachtwanderung unter sternenklarem Himmel. Darüber hinaus freuten sich alle Choristen über die nach hinten verlegte Bettgehzeit.  

Constantin H. und Yannick

Germershausen 2018, Tag 4

Heute wurde bereits um 7:45 Uhr geweckt. Das Einsingen um 9:15 Uhr leitete Frank Bodemeyer. Um 9:30 Uhr gab es schon die erste Tuttiprobe. Währenddessen, um 10:00 Uhr, kamen die Vorchoristen an und wurden vom Team empfangen. Unter ihnen war auch ein Geburtstagskind. Nach dem herzlichen Empfang führten die drei bereits anwesenden Vorchoristen (Conrad, Arne und Joost durften in diesem Jahr von Anfang an dabei sein) die zehn Neuankömmlinge durch das Haus. Für den Hauptchor liefen noch ein paar Einzelstimmproben und eine weitere Tuttiprobe. Um 12:45 Uhr wurde gemeinsam zu Mittag gegessen. Es gab Kebab mit Pommes, würzige Tomaten mit Fetakäse und ein üppiges Salatbüfett. Der zehnte Geburtstag des Vorchoristen Torben wurde gebührend mit einem vierstimmigen Geburtstagskanon gefeiert und fand seinen Höhepunkt bei einem Geländespiel der Vorchoristen nach dem Essen. 

Torben (rechts) feiert seinen 10. Geburtstag – mit dem ganzen Chor!

Eigentlich war wie in jedem Jahr auch für den Hauptchor ein Geländespiel geplant und von den Männerchoristen Jonas und Felix auch schon vorbereitet. Aufgrund der anhaltend hohen Temperaturen, den deshalb sehr anstrengenden Proben sowie der nicht minder anstrengenden Pausengestaltung (im Pool) mussten die Hauptchoristen in diesem Jahr aber darauf verzichten. Damit trotz des geplanten Freibadbesuches morgen noch genügend Reserven für das Konzert übermorgen vorhanden sind, mussten alle eine Mittagsruhe einhalten und die Augen zu machen. Einige schliefen aufgrund der Wärme in ihren Dachzimmern in der kühleren Turnhalle auf den Weichbodenmatten.

Das „Stitzen“ vorne auf der Stuhlkante, eine Mischung aus Stehen und Sitzen, ist für den Chorklang und damit für eine effektive Probe unabdingbar, aber auf Dauer durchaus anstrengend.

Nach der Mittagsruhe erfrischten sich einige Choristen wieder im Pool. Zum Café gab es Donuts, Kakao, Tee, Kaffee und Milch. Um 15.30 Uhr organisierten Jonas und Felix als Ersatz für das Geländespiel eine Wasserschlacht. Nachdem die Überreste der 1500 Wasserbomben vom Rasen aufgelesen und entsorgt waren, sprangen wieder viele in den Pool. Dieser musste anschließend gründlich gereinigt werden, da er durch Sonnencreme und Gras verunreinigt war.

Erst um 16:30 Uhr ging es mit den Stimmproben weiter. Zum Abendbrot gab es Brot und Chicken Nuggets. Letztere waren so begehrt, dass das Team sich gezwungen sah, für eine gerechte Verteilung zu sorgen. Der Abend endete mit einer Tuttiprobe und einer anschließenden Probe der Männerstimmen. Erstmalig kühlte es in der Nacht etwas stärker als in den vergangenen Nächten ab und alle konnten besser schlafen.

Die Melonen sind beim Abendessen heiß begehrt.

Von Jonathan und Daniel K.

Germershausen 2018, Tag 3

Heute wurde um 7:45 Uhr geweckt. Einige Choristen verpassten fast das üppige Frühstücksbüfett, weil sie schon in den frühen Morgenstunden den Pool nutzten. Nach dem Frühstück übernahm unsere Stimmbildnerin Sabine Birkenfeld das Einsingen. Nachdem alle Choristen eingesungen waren, gab es eine Tuttiprobe.

Tuttiprobe im großen Saal.

Darauf folgten ein paar Einzelstimmproben. Zum Mittagessen gab es Kartoffeln, Buletten, Gemüse und eine delikate Champignon-Sahnesoße. Auch das ausreichende Salatbüffet blieb nicht unberührt. In der Mittagspause haben sich einige Choristen zum Schlafen hingelegt. Andere sind in den Pool gegangen, um sich abzukühlen. Zum Kaffee konnte man kleine Vanillekuchen mit Puderzucker genießen. Zusätzlich gab es Eis, das als Dankeschön für das gestern gesungene Geburtstagsständchen für die Großmutter zweier Choristen von der Familie gesponsert wurde. Darauffolgend gab es drei Stimmproben und eine Tuttiprobe. Kleinere Pausen ermöglichten es den Choristen, die Natur und die Umgebung zu erkunden, wobei sie unter anderem Frösche und Eichhörnchen entdeckten. Ein aufmerksamer Chorist bemerkte auf dem Display seines Handys mehrere kleine Eier.

Ein Handydisplay wird zum Biotop – hier zur Brutstätte, wir vermuten von Marienkäfern.

Zum Abendbrot gab es neben normalen Brot mit Aufstrich Schinkenpizza und vegetarische Gemüsepizza. Nach dem Abendbrot gab es eine weitere Tuttiprobe. Bevor die Tuttiprobe jedoch begann, galt es, einen Choristen zu verabschieden. Nico sang viele Jahre im Chor und verließ ihn nun schweren Herzens. Wir bedauern das sehr und wünschen ihm alles Gute für seine weitere Zukunft.

Nico (rechts) wird verabschiedet.

Nach der Verabschiedung und erfolgreicher Beendung aller Proben trafen sich viele in der Turnhalle. Dort gab es die Möglichkeit Tischtennis zu spielen, oder an einem Völkerballturnier teilzunehmen.

Völkerball in der Turnhalle.

Die Männerchoristen trafen sich zu später Runde, um den heißen und erfolgreichen Tag mit älteren Chorgeschichten und einem kühlen Getränk ausklingen zu lassen.

Luca, Oscar K., Daniel und Max